Fahrerleitgerät ErgoDrive Professional

Die mit Voranschreiten der Fahrzeugentwicklung steigenden Anforderungen sowie die zunehmende Komplexität der Fahrzeug-Prüfstandstechnik erfordern neue Wege in der Fahrerleit-Technologie bei Test- und Zertifizierungsfahrten.

Unser für die Straßensimulation entwickeltes Fahrerleitgerät ErgoDrive Professional hat eine ergonomische Mensch-Maschinen-Schnittstelle und kann als Stand-Alone-Einheit sowie als integrierte Komponente in einem gesamten Automatisierungsprozess realisiert werden.

Die typischen Anwendungsbeispiele im Rollenprüfstand oder Klimawindkanal lauten:

  • Abgaszertifizierung
  • Kraftstoffverbrauchsmessung
  • Getriebeoptimierung
  • Kühlleistungsuntersuchung
  • Bremskraftmessung

Wie bei einer realen Straßenfahrt ist der Testfahrer dabei als Regler über das Leitgerät mit visueller Rückkopplung in den Fahrprozess eingebunden. ErgoDrive Professional wurde für Standardanwendungen der Abgaszertifizierung sowie für neue Anwendungsgebiete wie Getriebe- und Bremssystemoptimierung ideal an die ergonomischen Bedürfnisse des Testfahrers und die Testaufgaben angepasst. So kann der Testfahrer seine Aufgaben über lange Zeit in konzentrierter und zugleich entspannter Weise erfüllen.

ErgoDrive wurde auch im Bereich der Visualisierung durch wichtige Funktionalitäten erweitert, ohne dass auf die standardmäßigen Funktionalitäten und Schnittstellen verzichtet werden musste. Der GPS-Recorder des ErgoDrive Professional macht es möglich, ein Fahrerleitgerät zu trainieren. Durch die Aufnahme von realen Straßen- und Umweltdaten in das Fahrerleitgerät kann schließlich die Realität in einem bestehenden System abgebildet werden.

ErgoDrive befindet sich derzeit im Einsatz bei zahlreichen namhaften Herstellern der deutschen Automobilindustrie.

RDE-Fahrerleitgerät für Straßenfahrten

Das RDE-Fahrerleitgerät für Straßenfahrten vereinfacht den Umgang und die Auswertung mit mobilen Mess-und Prüfanlagen und hilft auf diese Weise potenzielle Fehler bei Abgasuntersuchungen frühzeitig zu erkennen und Manipulationen bestmöglich zu vermeiden.

Das Modul ist darauf ausgelegt, den Nutzer bei Messungen für Straßenfahrten im Hinblick auf Abgasuntersuchungen unter realen Einsatzbedingungen zu unterstützen. Daimler wendet bereits heute das RDE-Fahrerleitgerät in der Praxis an. Durch die Messungen der Prüfanlagen und die anschließende Auswertung der Daten und Berechnung der Mittelwerte durch das RDE-Fahrerleitgerät lassen sich Abgasanlagen im realen Betrieb auf der Straße untersuchen und aussagekräftige Ergebnisse unter Realbedingungen erzielen. Fehlerhafte Laborwerte auf Rollenprüfständen gehören damit der Vergangenheit an.

Zudem ermöglicht das RDE-Fahrerleitgerät die frühzeitige Aufdeckung von unzulässig verwendeten Abschaltvorrichtungen bei beliebigen Fahrzeugmodellen.
Durch die benutzerfreundliche Navigationsfunktion lässt sich ferner ein einheitliches Navigationsprofil bei realen Straßenbedingungen während der Messung einhalten, sodass ein Vergleich von Daten möglich wird.
 
Die Vorteile des RDE-Fahrerleitgeräts auf einen Blick:

  • Einfache und schnelle Berechnungen der Mittelwerte aufgrund Ihrer Messdaten
  • Übersichtliche Auswertung
  • Einheitliche Navigationsprofil bei realen Straßenbedingungen während Ihrer Messungen (Navigationsfunktion)
  • Frühzeitige Erkennung von Manipulationen und Aufdeckung von unzulässig verwendeten Abschaltvorrichtungen bei beliebigen Fahrzeugmodellen
  • Individuelle Anpassungen nach Bedarf

Praktische Anwendung
Das RDE-Fahrerleitgerät wird zusammen mit den Mess-und Prüfanlagen eingesetzt. Während die Messungen erfolgen, stellt das RDE-Fahrerleitgerät sicher, dass der Testfahrer in der Praxis die vorab definierte Strecke einhält. Die Strecken lassen sich über die Navigationsfunktion unter Berücksichtigung der Vorgaben der geltenden Abgaszyklen (z.B. ECE-Fahrzyklen) festlegen. Dabei werden diese in definierte Streckenabschnitte in Stadt, Land, Autobahn unterteilt.

Neben der Navigationsfunktion überwacht das RDE-Fahrerleitgerät zudem, ob für den definierten Streckenabschnitt die vorgegebene Durchschnittsgeschwindigkeit eingehalten wird.

Die Sollgeschwindigkeit für den verbleibenden Streckenabschnitt wird ständig ermittelt und dem Testfahrer anhand eines Sliders im linken Bereich der Oberfläche des Fahrerleitgeräts dargestellt. Verlässt der Slider den definierten Bereich, wird der Testfahrer gewarnt.
Für die einzelnen Abschnitte (Stadt, Land, Autobahn) werden zuvor bestimmte Durchschnittsgeschwindigkeiten festgelegt. Anhand der von den Fahrzeugprüfern verwendeten Abgasmesstechnik lassen sich dann die von den Herstellern angegebenen Werte überprüfen.

Die Ist-Geschwindigkeit vom Fahrzeug kann über das GPS-Signal ermittelt oder aber auch über die ODB2-Schnittstelle oder den im Fahrzeug verfügbaren CAN-Bus eingelesen werden.

Darstellungsformen im Fahrzeug
Die anwenderfreundliche Bedienung des RDE-Fahrerleitgeräts ermöglicht es, die Modulsoftware auf z.B. ein Panasonic Toughpad zu installieren und anschließend mit einer Universal-Windschutzscheibenhalterung im Fahrzeug zu befestigen. Auf diese Weise kann der Nutzer flexibel auf Änderungen reagieren und zeitschonend arbeiten. Weitere Darstellungsformen werden gerne Ihrem Bedarf angepasst.